Sturzprophylaxe
Bewegte Sturzprävention bei alternden Menschen
Dieses Seminar wird demnächst zur Anmeldung frei gegeben. Bei Fragen wenden SIe sich bitte an office@phydelio.at
Das Seniorenalter ist eine Phase im Leben, in der der Körper enormen Veränderungen unterworfen ist. Durch die Abnahme der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten kann es zu merkbaren Einschränkungen im Alltag kommen. Die damit verbundene Abnahme von Kraft, Gleichgewicht, Koordination und Beweglichkeit beeinflusst die Trittsicherheit im Alltag negativ. Eine gezielte Abklärung der Sturzrisikofaktoren und eine abgestimmte Behandlung können das Sturzrisiko reduzieren.
Inhalt:
- Zahlen und Fakten zum Thema Sturz, Sturzrisikofaktoren, Sturzabklärung (Sturzanamnese, Gleichgewichtstestung, diverse Assessment Tools)
- Analyse und Behandlungsplanung nach ICF mit gezielten evidenzbasierten Interventionsmöglichkeiten (Gleichgewichtstraining, Krafttraining, Training der geteilten Aufmerksamkeit und Behandlungsmöglichkeiten bei einem Postfallsyndrom)
- Pathophysiologie von Schwindel, klinische Bilder des Schwindels, Schwindelabklärung (insbesondere Altersschwindel) mit Anamnese und spezifischen Testmethoden
- Behandlung jener Schwindelbeschwerden, die besonders bei älteren Menschen vorkommen
- Interventionsmöglichkeiten in präventiven Gangsicherheitskursen
Assessment Tools:
- Timed up and go
- modified TUG
- Test der Gehgeschwindigkeiten
- Five chair rise Test
- Romberg und modifizierter Romberg Test
- Berg Balance Scale Test
- MiniBESTest
- Clinical Test for Sensory Interaction in Balance
- Performance oriented Mobility Assesment
- Dynamic Gait Index
- DEMMI Test
- Short Physical Performance Battery Test
Ziel:
Nach dem Seminar sind die Teilnehmer*innen in der Lage, Sturzrisikofaktoren mithilfe geeigneter Assessments und Untersuchungen zu erkennen. Durch die Differenzierung der Sturzursachen und die Erstellung einer Arbeitshypothese können sie Stürze gezielt behandeln und ein spezifisches Sturztraining durchführen. Evidenzbasierte Maßnahmen zur Sturzprävention können im Praxisalltag eingesetzt werden.
Methode:
- Theorievortrag und Präsentation
- praktische Einheiten und Demonstrationen von Untersuchungs- und Behandlungstechniken sowie Assessments und Selbsterfahrung in Kleingruppen
- Erarbeiten eines Übungspools zu bestimmten Krankheitsbildern
- Interaktive Diskussionsgruppen, Austausch, Zeit für Fragen
Evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten werden sowohl in Theorie als auch Praxis umfangreich erarbeitet. Verhältnis Theorie : Praxis = 60 : 40